Von Miguel Gonçalves auf die Bordeira

Diese Wanderung führt von Aussen auf den Kamm der Bordeira, die etwa zwei Drittel der Cha das Caldeiras umschließt. Es geht zum niedrigsten Punkt des Kamms auf etwas über 2200 m. Rechts davon liegt der Ponto Alto do Sul auf etwa 2400 m.

Die Bilder sind aus dem November 2007. Nachdem es auch auf dieser Seite der Insel Fogo kräftige Niederschläge gegeben hat (200 mm innerhalb weniger Tage), ist die Vegetation geradezu explodiert und es gibt gute Hoffnung, dass der Mais in diesem Jahr auch hier zur Reife kommen wird.

Der Einstieg zu dieser Wanderung liegt in der Siedlung Miguel Gonçalves an der oberen Ringstrasse. Gegenüber dieser Ruine liegt ein kleines Gehöft auf der Bergseite der Strasse. Dort beginnt diese Wanderung, die etwa 6 - 7 Stunden dauert und über 1200 Höhenmeter führt.

Wie bei der Besteigung des Pico do Fogo ist auch hier ein gewisses Mass an Trittsicherheit und Kondition erforderlich. Der Anstieg ist zwar nicht ganz so steil, dafür legt man aber eine wesentlich längere Strecke zurück.

Zunächst kommt eine Zone mit relativ intensiver Landwirtschaft und man geht auf den Wegen, die die einzelnen  Felder miteinander verbinden. Rechts taucht der charakteristische Monte Duarte (1405 m) auf, auf den man schon bald hinab blickt.

Auf 1600 m gelangt man zum Haus Montinho. Es ist nicht bewohnt, aber dort wird intensiv Rizinus angebaut. Ab hier gibt es keinen eindeutigen Weg mehr, aber die Richtung ergibt sich aus der Landschaftsformation. Im Zweifelsfall hält man sich eher etwas rechts, um nicht auf der Talsohle der Ribeira zu gehen. Dort liegt viel Schotter und Lavaschlacke, die den Anstieg sehr beschwerlich machen würde.

Das letzte Stück des Anstieges ist dann wieder etwas flacher. Das Panaroma der Cha das Caldeiras und des Pico taucht ganz unvermittelt bei den letzten Schritten auf und ist überwätigend.

Man steht etwa 500 m über dem Kraterkessel und blickt direkt auf den Pico Pequeno mit seinen schillernden Farben, die Weinanbauflächen und die Dörfer Bangaeira und Portela. Auch der Verlauf der Lava des letzten Ausbruches von 1995 läßt sich von hier oben gut erkennen.

Den Abstieg kann man gut im Bett der Ribeira machen, das für den Anbau von Bohnen, Kürbis und Rizinus genutzt wird. Ein optimistischer Bauer hat sogar damit begonnen, Obstbäume anzupflanzen.

Um nach Montinho zurückzukehren, muss man die Ribeira nach einer halben Stunde nach links verlassen. Die Ruine, an der die Wanderung begonnen hat, ist dann schon von weitem zu erkennen. Man kann der Ribeira aber auch weiter folgen und kommt dann etwas nördlich der Siedlung Miguel Gonçalves wieder auf die obere Ringstrasse.