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Mit dem Untergang der “Musteru” droht Fogo und Brava die Isolation
Sao Filipe, 07.5.2008 (Inforpress) – Der Untergang des Schiffes “Musteru” gestern in den Morgenstunden und nur einen Monat, nachdem die Barlavento der gleichen Reederei ein identisches Schicksal erlitten hat, führt zur zunehmenden Isolierung der Inseln Fogo und Brava.
Laut Inforpress versuchte die Musteru, die auf dem Weg nach Sao Filipe (Fogo) war, wegen des schlechten Wetters, das dort herrschte, nach Praia zurückzukehren, allerdings vergebens.
Das Schiff befand sich bereits in der Nähe von Porto Mosquito (Ribeira Grande de Santiago), wo die 108 Passagiere von Fischern in Sicherheit gebracht wurden, bevor das mit verschiedenen Waren beladene Schiff sank.
Die Musteru fuhr zweimal wöchentlich die Route zwischen Fogo, Brava und Santiago jeweils am Dienstag und Freitag und lag normalerweise in der Nacht zum Mittwoch vor der Fahrt nach Brava im Hafen Vale dos Cavaleiros in Sao Filipe.
Für den Mittwoch hatten 72 Personen eine Fahrkarte für die Überfahrt Sao Filipe-Brava gelöst und weitere sieben für die Rückfahrt Brava-Sao Filipe. Die durchschnittliche Anzahl der Fahrgäste zwischen Fogo und Brava pro Woche beträgt 300.
Die Musteru stellte die reguläre Seeverbindung zwischen den drei Inseln her, sicherte den Warenverkehr für die internen Märkte von Fogo und Brava und versorgte die Stadt Praia mit den landwirtschaftlichen Produkten der Insel Fogo.
Sowohl in Sao Filipe wie auch auf Brava bedauern die lokalen Behörden den Unfall der Musteru und sind der Meinung, dass dies negative Auswirkungen auf den Personen- und Güterverkehr zwischen den Inseln haben wird.
Laut Inforpress befand sich das Wahlkampfmaterial der PAICV für die Insel Brava an Bord der Musteru, das der MpD Sao Filipe jedoch nicht, da es erst am Freitag mit diesem Schiff transportiert werden sollte.
Nach der Havarie der Barlavento versetzt der Untergang der Musteru die Bevölkerung der Inseln in zunehmende Sorge.
Wie das leitende Mitglied der Reederei, Luis Antonio Viola, mitteilte, übersteigt der Schaden auf der Grundlage vorläufiger Daten 150 000 contos. Wie er vermutet, hat sich die Fracht gelöst und das Schiff zum Krängen gebracht, bis sich eine Seite auf Wasserhöhe befand. Dies kann die Ursache des Untergangs gewesen sein.
Wie der Kommandant der Handelsmarine mitteilte, transportierte die Musteru sieben Lastwagen und 13 Anhänger á 40 Fuss, beladen mit diversen Gütern. Als weiteren Grund für den Untergang führte er das schlechte Wetter an, das seit vergangenem Samstag in den Gewässern von Cabo Verde herrscht und zu heftigen Windböen führt.
Die 33 Jahre alte Musteru bediente die Strecke Praia-Fogo-Brava. Bei einer Länge von 65,9 m und einer Breite von 12,8 m konnte sie 428 Tonnen Fracht befördern. Dies ist übrgens der zweite Fall von Schiffbruch im Verlauf von zwei Monaten in den Gewässern von Cabo Verde. Zuvor handelte es sich um den “Tod” der N/M Barlavento, die Eigentum der gleichen Reederei war.
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